Montag, 19. Dezember 2011

Wieder zu Hause...


Wieder zu Hause
(Eine wahre Weihnachtsgeschichte)

Hier eine Begebenheit aus Afrika, die uns auch zeigt, unter welchen schwierigen Umständen man dort leben muss, das kann man sich hier kaum vorstellen. Viele müssen Angst haben um ihre Angehörigen. Ich kenne den Schreiber dieser Geschichte und habe ihm versprochen, bei der Veröffentlichung sehr vorsichtig zu sein... Das habe ich getan und ihm aber auch gesagt, diese Begebenheit wäre zu schön, um nicht veröffentlicht zu werden. Also eine echte Weihnachtsgeschichte!


Die Situation in Ruanda ist auch nach Beendigung des Krieges überaus schwierig.
Die verschiedenen Behörden und internationalen Organisationen versichern,
sich ein Bild zu machen: Statistiken werden erstellt, Akten studiert usw.
In meinem Arbeitsbereich war ich damit beschäftigt,
eine Namensliste der Waisenkinder zu erstellen.
Plötzlich entdecke ich einen mir vertrauten Namen.
Es handelte sich um meine vierzehnjährige Nichte, die Tochter meiner Schwester,
von der wir angenommen hatten, dass sie wie die anderen umgekommen war.
Doch was sollte ich tun? Wenn ich eine Mitteilung machte, würde ich sie in Lebensgefahr bringen,
denn sie befand sich in einem Flüchtlingslager anderer Stämme im Kongo und würde mit Sicherheit umgebracht, wenn herauskäme, dass sie zu unserem Stamm gehört!

Schließlich vertraute ich mich doch jemandem an, bei dem ich sicher sein konnte,
ihm vertrauen zu dürfen. Wir überlegten die verschiedensten Strategien,
doch keine schien realistisch. Ich fühlte mich ohnmächtig und verzweifelt.
Nachts konnte ich nicht mehr schlafen.

Dann ging ich in eine Kirche und betete: "Gott, bald ist Weihnachten.
Ich habe einen großen Wunsch. Ich bitte dich um das Geschenk,
dass meine Nichte in dieser Zeit nach Hause kommt. Ich vertraue dir!"

Irgendwie wußte ich schon in meinem Innern - und ich kann ich nicht erklären warum - ,
dass das klappen würde. Und tatsächlich rief mich kurz danach
meine Schwester ganz aufgeregt an - sie war vor Glück völlig aus dem Häuschen - und sagte mir, dass meine Nichte tatsächlich wieder zu Hause angekommen war, heil und gesund.

Auf ganz abenteuerliche Weise war es ihr gelungen, aus dem Flüchtlingslager zu entkommen,
und zu Fuss hatte sie sich auf den Weg zur Grenze nach Ruanda gemacht.
Dort hatten sich unsere Soldaten ihrer angenommen und sie nach Hause gebracht.

X.X. Ruanda 
Autor: R. Harry
Geschrieben: 01.12.2008


Ich glaube an Wunder und erlebe sie selbst auch immer wieder!
Die Weihnachtszeit bringt sie uns näher, lässt hoffen und glauben...

Ich wünsche euch mit dieser Geschichte einen wunderbaren Tag
voller wundersamer Augenblicke und freudiger Überraschungen!

Herzlichst eure
Melanie





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